DuftAnker · Grundlagen
Was ist ein DuftAnker?
Ein Duft, der durch eine positive Verknüpfung eine schöne Erinnerung oder ein vertrautes Gefühl in die Gegenwart zurückholen kann. Mehr steckt nicht dahinter. Und das reicht oft schon.

Zuerst das Wichtigste
Ein Öl ist nicht automatisch ein DuftAnker.
Erst die positive Verknüpfung macht aus einem Duft einen Anker. Ein Duft, den du gerne magst, wird zum DuftAnker, wenn du ihn mit einem ruhigen, guten Moment verbindest und das ein paar Mal wiederholst. Danach kann er dich in stressigen Momenten daran erinnern, wie sich dieser gute Moment angefühlt hat.
Ein DuftAnker ist kein Wundermittel und kein Ersatz für Therapie oder ärztliche Behandlung. Er ist ein kleines, sinnliches Werkzeug für den Alltag.
Woher ich das kenne
Olfaktorisches Stimming.
Mir war lange Zeit nicht bewusst, dass ich mich über Riechen schon immer reguliert habe, und dass es dafür einen Begriff gibt: olfaktorisches Stimming. Früher habe ich es unbewusst gemacht und an den unterschiedlichsten Dingen gerochen, die mir vertraut waren. Das hat mir als hochsensibles und unerkanntes autistisches Kind Sicherheit gegeben.
Heute setze ich DuftAnker, nämlich ätherische Öle, gezielt in meinem Alltag mit AuDHS ein.
Die Methode
In vier Schritten zum eigenen DuftAnker.
1. Wähle einen Duft
Ein ätherisches Öl, das du magst und dir guttut. Achte darauf, was der Duft mit dir macht: Entspannen sich die Schultern? Oder magst du ihn gar nicht? Beides ist eine echte Auskunft.
2. Setze einen Reiz
Nutze den Duft in einem Moment, wenn du entspannt bist, zum Beispiel morgens mit der ersten Tasse oder abends in deiner Ruhezeit.
3. Wiederholung
Mehrmals anwenden, damit das Gehirn den Duft mit dem gewünschten Zustand verknüpft.
4. Abrufen des Ankers
Rieche am Duft in stressigen oder herausfordernden Situationen, um „bei dir“ zu bleiben.
Du musst nicht alles auf einmal verstehen. Es ist okay, klein anzufangen.
Was dazu gehört
Wo DuftAnker in meinem Alltag vorkommen.
Übergänge fallen mir halt super schwer. Seit fast zwei Jahren gehören ätherische Öle zu meinem Alltag. Mit ihnen kann ich kleine DuftAnker setzen, die mir Halt und Sicherheit geben. Und wenn zu viele Eindrücke auf mich eingewirkt haben, die ich nicht verarbeiten konnte, setze ich mit einem vertrauten Duft bewusst einen neuen Reiz (DuftAnker).
Kinder nehmen Düfte oft intensiver wahr als Erwachsene. Wenn sich ein Kind abwendet, ist das eine klare Aussage. Kein Kind muss einen Duft mögen.
Bei Anwendung ätherischer Öle gilt: immer verdünnt auf der Haut, sparsam dosieren und bei Unsicherheit Rücksprache mit einer Fachperson halten. Mehr dazu findest du auf der Seite Ätherische Öle.
In Vorbereitung
Der DuftAnker zum Anfassen.
Ich arbeite an einem kleinen, greifbaren DuftAnker für unterwegs. Noch ist er in der Entwicklung, und ich zeige ihn erst, wenn er fertig ist. Bis dahin gibt es hier Grundlagen und ehrliche Einblicke, wie er entsteht.
Alles Liebe, Katja ❤️
Hinweis: Die Inhalte auf dieser Seite ersetzen keine medizinische Beratung und enthalten keine Heilversprechen.
